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Zum Grad der Behinderung (GDB) und dem Grad der Schädigungsfolgen (GdS)

Der GdB kann – ebenso wie der GdS – zwischen 20 und 100 variieren. Er wird in 10er-Schritten gestaffelt. Irrtümlich wird der GdB oft in Prozent angegeben.

Eine Behinderung ab einem GdB von 50 gilt als Schwerbehinderung. In diesem Fall kann ein Schwerbehindertenausweis beantragt werden, in den der GdB und gegebenenfalls die entsprechenden Merkzeichen eingetragen werden.

 

Die folgende Übersicht zeigt die mit der Feststellung des Grad der Behinderung (GDB) und dem Grad der Schädigungsfolgen (GdS) verbundenen Nachteilsausgleiche auf:

GdB 30

  • Steuerfreibetrag 310 € (vgl. § 33 b EStG)
  • Kündigungsschutz und andere arbeitsrechtliche Vorteile bei Gleichstellung
  • Hilfe im Arbeitsleben durch Integrationsfachdienste

GdB 40

  • Steuerfreibetrag 430 €

GdB 50

  • Schwerbehinderteneigenschaft (wichtig für Kündigungsschutz)
  • Steuerfreibetrag 570 €
  • Bevorzugte Einstellung, Beschäftigung
  • Kündigungsschutz
  • begleitende Hilfe im Arbeitsleben
  • Freistellung von Mehrarbeit
  • Zusatzurlaub von einer Arbeitswoche
  • Schutz bei Wohnungskündigung
  • Vorgezogene Pensionierung Beamter mit 60
  • vorgezogenes Altersruhegeld mit 60 bzw. 63, § 236 a SGB VI
  • Befreiung von der Wehrpflicht
  • Pflichtversicherung in der gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherung für Behinderte in Werkstätten
  • Besondere Fürsorge im öffentlichen Dienst
  • Abzugsbetrag bei Beschäftigung einer Haushaltshilfe: 924 €, § 33 b Abs. 6 EStG
  • Abzug eines Freibetrages bei der Einkommensermittlung im Rahmen der sozialen Wohnraumförderung bei Pflegebedürftigkeit: 2.100 €
  • Freibetrag beim Wohngeld bei Pflegebedürftigkeit gemäß § 14 SGB XI: 1.200 €

GdB 60

  • Steuerfreibetrag 720 €
  • Reduzierung der Belastungsgrenze für Zuzahlungen in der gesetzlichen Krankenversicherung auf 1 % der jährlichen Bruttoeinnahmen bei Vorliegen weiterer Voraussetzungen

GdB 70

  • Steuerfreibetrag 890 €
  • Ansatz der tatsächlichen Kosten oder 0,30 €/km für Fahrten zur Arbeitsstätte mit dem Kfz als Werbungskosten
  • Abzugsbetrag für Privatfahrten bei Merkzeichen G: bis zu 3.000 km x 0,30 € = 900 €
  • Erwerb der Bahn Card 50 zum halben Preis

Quelle bzw. zitiert von der Internetseite „Rechtsanwalt und Sozialrecht” des Rechtsanwaltes Sönke Nippel

Tabelle mit einer Übersicht der Nachteilsausgleiche
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