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Kleine E-Mail-Schule

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„BCc“ – Der blinde Fleck in der E-Mail –Kommunikation

Gerade weil das E-Mail-Schreiben so einfach ist, hat es sich als wichtigster Internet-Dienst so rasant durchgesetzt – und zugleich viele Probleme verursacht. Damit ist in erster Linie noch nicht einmal die unverschlüsselte Übermittlung brisanter Betriebsgeheimnisse oder der gedankenlose Versand mega-bytegroßer Bildschirmschoner an zig Empfänger gemeint.

 

Ärgerlich und peinlich können auch schon fahrlässig adressierte Streu-Mails an Personen werden, die sich untereinander nicht kennen: Oder freuen Sie sich, wenn Ihre E-Mail-Adresse ungefragt in Mailings auftaucht, aus denen sich Rückschlüsse auf Ihre geschäftlichen oder privaten Kontakte ziehen lassen?

 

Und trotzdem outen viele E-Mails sämtliche Empfänger im Klartext, da zur Adressierung nach wie vor weit überwiegend das „An“- oder „CC“-Feld (=“Carbon Copy“ Kopieempfänger) verwendet wird. Das mag bei der betriebsinternen Kommunikation sinnvoll und vertretbar sein, weil dieses Verfahren ausdrücklich dokumentiert, wer informiert worden ist.

 

Doch spätestens wenn die elektronische Post sich gleichzeitig an verschiedene externe Empfänger wie Kunden oder Lieferanten richtet, wird es Zeit, sich mit der Möglichkeit des Versands von „Blindkopien“ oder „verdeckten Kopien“ mit Hilfe des „Blind Carbon Copy“(BCC)-Feldes vertraut zu machen.

 

Es mag daher rühren, dass die Form der „inoffiziellen“ Weitergabe eines Durchschlags früher bei Papier-Memos als unschicklich galt: Jedenfalls verschicken selbst mittelständische Unternehmen oder Behörden heutzutage elektronische Rundschreiben oder gar Newsletter, in denen der komplette E-Mailverteiler für jeden Empfänger lesbar ist. Auch die allseits beliebten Virenwarnungen werden mit Vorliebe und der Einfachheit halber von zahllosen naiven Zeitgenossen offen an alle gerade verfügbaren Absender verschickt.

 

Abgesehen davon, dass damit manchmal wertvolle Betriebsgeheimnisse in Umlauf kommen („Schau an, mit denen haben sie also auch zu tun…“), die oft genug rücksichtslos für Marketing-zwecke ausgeschlachtet werden, verstößt das Verfahren schlicht gegen geltendes Datenschutzrecht.

 
 

Derart sorgloses E-Mail-Schreiben kann drei Gründe haben:

  • Schlichte Unkenntnis und mangelndes Problembewusstsein
  • E-Mailprogramme, die die BCC-Funktion nicht unterstützen oder
  • Unwissen, wie die Funktion beim eigenen Mailprogramm aufgerufen wird.

 

 

 

Wie kann ich eine E-Mail an einen oder mehrere Empfänger senden, ohne dass diese sehen, wer E-Mail ebenfalls erhalten hat (BCC)?

Die BCC-Option (Blind Carbon Copy) ermöglicht es beispielsweise, eine E-Mail an viele Empfänger zu schicken und die Anonymität aller Empfänger zu wahren. Alle Empfänger, die im BCC-Feld eingetragen werden, können nicht sehen, wer die E-Mail erhalten hat. Auch dem Empfänger selbst wird die eigene E-Mail-Adresse nicht im BCC-Feld angezeigt.

 
 

Im Folgenden wird am Beispiel von MS Outlook 2007 beschrieben, wie Sie das BCC-Feld einfügen (aktivieren) und verwenden:

 

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Bedeutungen für das Empfänger-Feld

 

An/To: Der Empfänger

Eine oder mehrere durch Kommata getrennte E-Mail-Adressen, an die die E-Mail primär gesendet wird. Jedem Adressaten werden auch alle anderen E-Mail-Adressen mitgeteilt.

 

CC: Carbon Copy, die Kopie

Eine oder mehrere durch Kommata getrennte E-Mail-Adressen, an die eine Kopie der E-Mail gesendet wird.
Der Begriff kommt vom früher benutzten Durchschlag. Dabei wurden beim Schreiben mit einem harten Stift oder der Schreibmaschine Kopien erstellt, indem mehrere Papierseiten mit jeweils einem Kohlepapier (englisch Carbon ‚Kohle‘) dazwischen übereinandergelegt wurden.
Beim Schreiben einer E-Mail wird dieses Feld verwendet, um Kopien an einen oder mehrere Empfänger zu senden. Mit einem Eintrag in diesem Feld wird gleichzeitig symbolisiert, dass diese E-Mail sich nicht direkt an diesen Benutzer wendet, sondern lediglich „zur Beachtung“ bzw. „zur Kenntnisnahme“ an ihn versendet wurde. Die Einträge im CC-Feld werden (im Gegensatz zum BCC-Feld) bei allen Empfängern angezeigt und sind somit bekannt.
Umgangssprachlich wird auch ab und an (vornehmlich in den USA) fälschlicherweise „Courtesy Copy“ als Bedeutung für CC benutzt, was soviel wie „Höflichkeitskopie“ bedeutet (englisch courtesy ‚Höflichkeit‘ und copy ‚Kopie‘).

 

BCC: Blind Carbon Copy, Blindkopie

Die Empfänger von E-Mails an eine oder mehrere durch Kommata getrennte E-Mail-Adressen, die im so genannten BCC-Feld (von englisch: Blind Carbon Copy, dt. sinngemäß Blindkopie) aufgeführt wurden, erhalten eine Kopie der jeweils gesendeten E-Mail, ohne dass ihre Adresse für die anderen angegebenen Empfänger sichtbar wird. Durch die Adressierung im BCC kann die Privatsphäre der Empfänger von Rund-Mails gewahrt und sie z. B. vor der Adressen-Sammlung von bösartigen Diensten wie z. B. Spambots geschützt werden.


…zu diesem Thema fand ich kürzlich diese Meldung: "Bußgeld wegen offenem E-Mailverteiler"