Viren machen krank. Die dringen in eine Zelle ein und programmieren sie um, bis die Zelle produziert, was das Virus will.
Nun versuchen Wissenschaftler die fragwürdigen Talente dieses Killers gewinnbringend einzusetzen – gegen Krebs…
Der Deutschlandfunk sendete am 14.06.2015 in der Sendung „Forschung aktuell – Wissenschaft im Brennpunkt“ ab 16:30 Uhr den Radiobeitrag:
„Ziemlich fiese Freunde – Mit Viren gegen Krebs“
Von Joachim Budde
„Lange schon kursierten Geschichten von spontan heilenden Tumoren, die mit einer Virusinfektion in Zusammenhang standen.
Ein Fallbericht etwa stammt aus Afrika: Ein Junge litt an einem Burkitt-Lymphom, einem aggressiv wachsenden Tumor im Augenbereich. Der Junge bekam keine Therapie, trotzdem wurde der Tumor kleiner – zeitgleich mit einer Masern-Infektion.
In den Fünfzigern – weder Chemo- noch Strahlentherapie waren entdeckt – begannen Ärzte, mit den fiesen Viren zu experimentieren, zunächst halbherzig und ohne nennenswerten Erfolg. Als dann mit der Gentechnik aber neue Werkzeuge zur Verfügung standen, nahm die Forschung Fahrt auf. Wissenschaftler zogen Polio-Erregern den Giftzahn, richteten Herpesviren ab und verabreichten sie unheilbar kranken Patienten.
Für erste Wirkstoffe sind die klinischen Studien abgeschlossen, und es sieht gut aus: mancher Patient könnte geheilt werden.“
Sendezeit: 14. Juni 2015, 16:30 Uhr
Autor: Joachim Budde
Programm: Deutschlandfunk
Sendung: Wissenschaft im Brennpunkt
Länge: 27:12 Minuten
Radiobeitrag nachträglich anhören
Das gesprochene Wort nachlesen
HINWEIS: Den Radiobeitrag kann man für etwa sechs Monate in der Mediathek des Deutschlandfunk ab Sendedatum nachträglich anhören.
TIPP: Der Radiobeitrag lässt sich per „Rechtsklick“ auf den Downloadlink und „Ziel speichern unter“ (PC) herunter laden.